So lasset uns eine Hochzeit feiern….

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“ Sagt mir, edle Blumen, Tränen der Sterne, die ihr im Garten steht und mit euren Köpfen den Bienen zunickt, wenn sie ihr Lied vom Tau und von den Sonnenstrahlen singen, ahnt ihr das furchtbare Schicksal, das euch erwartet? Träumt weiter, tollt und wiegt euch im zarten Lufthauch des Sommers, solange ihr könnt. Schon morgen wird sich eine grausame Hand um eure Kehlen schließen. Ihr werdet herausgerissen und Blatt für Blatt zerrupft, und aus eurem stillen Zuhause wird man euch forttragen. Die Niederträchtige ist vielleicht sogar schön und findet auch euch ganz bezaubernd, doch an ihren Fingern klebt euer Blut. Sagt mir, versteht man denn das unter Freundlichkeit? Möglicherweise seid ihr dazu bestimmt, im Haar einer Frau gefangen zu sein, von der ihr wisst, dass sie herzlos ist, oder im Knopfloch eines Mannes zu stecken, der es nicht wagen würde, euch in die Augen zu sehen, wenn ihr ein Mann wärt. Denkbar ist auch, dass man euch in ein enges Gefäß sperrt, in dem nur abgestandenes Wasser euren höllischen Durst stillt, der von schwindender Lebenskraft zeugt. Welche Verbrechen müsst ihr in einem früheren Leben begangen haben, um eine Bestrafung wie diese zu verdienen?“ Kakuzo Okakura, 1863-1913, Das Buch vom Tee

DIe Hochzeit der Liebenden muss eines Tages statt finden. Oh meine Geliebten. Zu dunkel sind die Zeiten in denen wir leben. Das Sonnenlicht sollte wieder über unserem Lande uns erwärmen. Jedoch, ist die Sonne sehr traurig und geht über unserem Himmel zur Zeit nicht auf. Sie ist stetig  am Weinen und der Regen ist voller Traurigkeit, der auf uns hinab regnet. Die Vögel zwitschern nicht mehr, die Bäume wachsen nicht mehr. Der Grund dafür, dass die Natur uns verstoßen hat ist unsere barbarische Härte.

Wir Menschen sind zu ganz harten, unmenschlichen Wesen geworden. Das Prinzip der männlichen Herrschaft regiert die Welt. Auf diese Weise kann unsere Hochzeit nicht stattfinden. Wir brauchen den Aufruhr, die Rebellion der feinfühligen Liebenden. Voller Zärtlichkeit und Liebe ist dieser Protest. Die Hochzeit der Ewigkeit wird nur dann statt finden, wenn wir zu weichen, weiblichen Wesen werden. Denn die Liebe ist in ihrem Ursprung weich und feinfühlig. Jede Art von Kampf, den die bösen Menschen führen ist aufgebaut auf dem Prinzip der Härte. Deswegen ist eure Welt so herzlos. Schaut sie euch doch nur an.

Aber wir sollten das Leben von der Natur lernen. Seht euch doch nur die Hochzeit der Tiere und der Blumen an. Voller Zärtlichkeit behandeln sie sich gegenseitig. Sie kennen den Schlüssel zum Göttlichen.

Wir haben diesen Schlüssel bereits vor langer Zeit verloren. Die Menschen müssen ruhiger und stiller werden. Diese hohe Geschwindigkeit hat ihre Herzen erhärtet und deren Geister verwesen lassen. In der Stille liegt das Göttliche, das Ewige.

Nietzsche sagt, „Die stillsten Worte sind es welche den Sturm bringen, Gedanken die mit Taubenfüßen kommen lenken den Wind.“ Nietzsche ist die Wiedergeburt von Hillaj Al Mansoor. Sie kannten die Hochzeit der Liebenden und in ihrer Trauung mit dem Geliebten sagten sie voller Stolz, „Ich bin die Wahrheit, ich bin Gott“.

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