Beatrice war nur eine Illusion

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Solange nicht eine radikale Änderung stattfindet, und wir alle Nationalitäten, alle Ideologien, alle religiösen Trennungen auslöschen und eine globale Beziehung herstellen, zunächst psychologisch, innerlich, bevor wir das Äußere organisieren, werden wir weiterhin Kriege führen. Das äußere soziale Gefüge ist das Ergebnis der inneren psychologischen Struktur unserer menschlichen Beziehungen. Jeder von uns ist für den Krieg verantwortlich, denn unser Leben ist voller Aggressivität, wir haben unseren Nationalismus, wir sind voller Selbstsucht, haben unsere Götter, unsere Vorurteile, unsere Ideale und das alles trennt uns voneinander. (Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph, Autor, Theosoph, spiritueller Lehrer, 1895-1986)

 

Ich weine seit 30 Jahren leise vor mich hin. Meine Herzensangelegenheit war die Verbreitung der Liebe unter den Menschen. Ich suchte lang und vergeblich nach Leidensgenossen, die das gleiche Anliegen hatten, aber gesehen habe ich meistens nur Götzenanbeter , die viel zu sehr beschäftigt waren mit dem leeren Vergnügen unserer angeblich modernen Gesellschaft.

Ich suchte meine „Beatrice“ wie in der „Göttlichen Komödie“ von Dante. Keine Zweifel. Die echte, wahre Liebe ist der Sinn dieses Lebens. Jeder Mensch und jedes Wesen benötigt von dieser Essenz. Dieses Leben ohne die Liebe zu verbringen, deutet auf eine Geisteskrankheit hin. Leider haben die Menschen es verlernt zu lieben. Sie sind sehr krank tief in ihrem Geiste. Der Grund allen Leidens, war es, dass die Liebe fehlt. Mit ihren Lippen haben die Menschen zwar die Liebe genannt, aber im realen Leben kam sie nicht vor. Aus ihren Herzen wurde sie schon lange vertrieben. Ohne die Liebe ist das Leben ein verlassener Ort. Die Liebe ist das schönste aller Farben. Sie ist der schönst Engel auf Erden. Liebe bedeutet Hoffnung. Liebe bedeutet Honig. Ohne diesen Honig sterben wir aus.

Ich suchte meine „Beatrice“. Was ich aber fand waren Weiber, die es nicht verdient hatten, als die Krone der Schöpfung angesehen zu werden. Was den Weibern fehlte um zu einer Frau zu werden, war Verrücktheit, Mut, Charakter und Würde. Sie aber waren verrückt nach Götzen wie Geld, Ansehen, Macht, Ruhm, Schönheit und die Liebe kam bei Ihnen nicht vor!

Vermisst hätte ich meine „Beatrice“, auch wenn sie nur im Nebenzimmer gewesen wäre. Aber „Beatrice“ war nur  eine Illusion in dieser Welt. Ich fror ohne „Beatrice“, hatte aber keine Angst, „Denn Nah war mir nun das Land der Ferne.“

 

Burak Tuncel

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