Wer bin ich ?

„Herrgott, wie bin ich dankbar! Oh Gott, wie soll ich nur meinen Dank ausdrücken? Du hast mir dieses Leben geschenkt, dessen ich in keiner Weise würdig war. Du hast mir den Atem geschenkt, ohne dass es mir zugestanden hätte, zu atmen. Du hast mir Erfahrungen von Schönheit und Seligkeit beschert, die ich überhaupt nicht verdient hatte. Ich bin ja so dankbar. Ich bin überwältigt von deiner Gnade. Und was ich in diesem geschenketen Leben an Leid, an Schmerzen, an Sorgen erlitten habe, das habe ich mir selbst zuzuschreiben, denn dies dein Leben ist beseligend! All das muss ich mir selber eingebrockt haben. Ich bitte dich also gar nicht darum, mir Befeiung von dieser Welt zu gewähren. Sofern du mich dessen für wert hältst, schicke mich bitte immer wieder in dieses Leben zurück. Dies, dein Leben ist so beseligend und ich danke dir dafür bis auf den Grund meines Herzens.“ Rabindranath Tagore 1861-1941, Bengalischer Dichter, Philosoph, Maler und Komponist)

 

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Wer bin ich o Geliebter? Bitte sage esmir. Ich weis nicht mehr weiter. Ich brachte den Menschen das Licht der Erkenntnis. Doch sie sind blind gegenüber der Schönheit die ich ihnen brachte. Natürlich weis ich, dass alle großen Gelehrten zu Lebzeiten diesen Weg gingen und die Menschen sie diskriminierten. Erst nach ihrem Tod macht man sie zu Heiligen. Während zu Lebzeiten sie man folterte und umbrachte. Die Menschen sind so heuchlerisch o mein Geliebter. Ich bringe ihnen reinen Honig, doch sie möchten lieber Gift trinken. Obwohl ich nur eine gewöhnlicher Mensch bin wie alle anderen, gab mir der Dialekt der Geschichte eine wichtige Gabe. Die Geschichte ist sehr geizig Menschen wie mich auf diese Welt zu schicken. Aber was sollen wir machen. Die Menschen sind eben so. Leiden werden sie darunter, dass sie meine Lehre nicht wahrnahmen.

Die Menschen sind in einem tiefen Schlaf. Früher war ich auch im Lande des Schlafes, doch heute bin ich es nicht mehr. Dies ist der Unterschied zu ihnen. Wenn sie mir zuhören würden, könnten sie aufwachen. Gleich jetzt, in diesem Moment. Doch sie wollen das Leid nicht auf sich nehmen. Denn Aufwachen bedeutet viel Arbeit , in die Tiefe des Geistes zu gehen und sich geistig und im Herzen weiter zu entwickeln.

Die Menschen gehen lieber in Moscheen und Kirchen. Dort werden sie nur weiterhin verflucht werden vom Schöpfer. All die Geistlichen die dort Gottesdienste verrichten, dienen dem Teufel. All ihre Religionen und Gebete sind nichts als ein Haufen von Dreck. Die Menschen gehen lieber in riesige Einkaufszentren wo sie ebenfalls Verflucht werden. Dort geben sie ihre Freiheit ab und folgen der Religion der Wirtschaft und Mode. Die Religion des 21. Jahrhunderts. All ihre schicken Autos, die sie fahren sollen nur ihre innere dreckige Welt verbergen. Doch ich durchschaue ihre Verfluchtheit. Sie wollen immer der Masse folgen. Sie fühlen große Angst im Alleinsein. Dabei wissen sie nicht, dass die Wahrheit im Allein sein liegt und in der Stille. Sie haben keine Individualität, diese armen Menschen. Sie folgen der Religion des Kapitalismus. Die schlimmste und bedrohlichste Religion für den Geist des Menschen im 21. Jahrhundert.

Geboren wurde ich in einem kleinen schönen Dorf. Warum die Existenz für mich gerade dieses Dorf aussuchte weis ich nicht. Doch es passierte, wie es passieren sollte. Das Dorf empfand ich als Wunderschön. ich reiste viel umher in den Bergen der Welt. Doch kam ich nirgendswo an so einen schönen Ort wie an diesem Dorf. Der Mensch ist immer auf der Suche nach dem Schöneren und doch vergisst und sieht er nicht das Schöne, welches er Besitzt. Dieses Dorf an welchem ich geboren wurde, war die schönste Welt. Wir besaßen vielleicht kein Geld und bekamen keine Bildung. Doch ich lernte am meisten in dieser Zeit. Keine Schule der Welt brachte mir bei, was ich in dem Liebesdorf lernte. Ich lernte in meinem Leben viele Menschen kennen. Aber niemand war so unschuldig und rein wie die Menschen im Dorf der Liebe. Sie wussten zwar nichts über die Welt und wie sie funktionierte. Sei waren so arm, dass sie keine einzige Zeitung erreichte. Hier gab es keine Schule. Doch in diesem Dorf gab es eine Schönheit die den Kindern der modernen Welt in ihren Träumen nicht mal zu sehen bekommen.

 

 

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