Auf dem Weg zur Geliebten

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„Du hast viele Liebhaber, Miriam! Aber nur ich liebe dich. Die anderen Männer suchen sich selbst, indem sie dich lieben. Ich liebe dich um deinetwillen. Die anderen sehen in dir eine Schönheit, die schneller vergeht als ihre Jahre. Ich aber sehe in dir eine Schönheit, die niemals welken wird. Und noch im Herbst ihrer Jahre wird sie sich nicht zu fürchten brauchen, in den Spiegel zu sehen, denn sie wird nicht gedemütigt werden. Ich allein liebe, was in dir ist und was man nicht sieht.“ Jesus spricht zu Maria Magdalena

Auf dem Weg zu meiner Geliebten kam ich an vielen Orten der Welt vorbei. Mein Ziel war es, in diesem irdischen Leben, dein wunderschönes Gesicht noch einmal zu sehen. Ich suchte nach dir auf den Bergen, unten im Tal. Ich wurde zum Sucher auf dem Weg zu dir meine Schöne. Die Natur war wunderschön. Sie musste vom schönsten Maler und Künstler gemalt worden sein. Nur noch deine bezaubernde Schönheit fehlte  zur Glückseligkeit. Doch die Wege waren auch manchmal sehr steinig und vom Staub bedeckt meine Schöne. Zum Beobachter und Zeugen wurde ich durch deine Liebe. Ich flog von Ort zu Ort und beobachtete die Menschen. In der Welt der Menschen war es stets immer Winter. Der Frühling war sauer und traurig der Menschen wegen.

Der Menschensohn war ein komisches Wesen. Voller Widersprüche war sein Verhalten. Er wollte nicht brennen im Namen der Liebe. Sie alle waren einsam im Herzen und fürchteten sich vor der Liebe. Das Licht der Liebe erreichte irgendwie ihre Herzen nicht. Sie hörten die Worte der großen Gelehrten und Philosophen nicht. Ihre Welt mochte Weise Menschen nicht. Sie waren nicht geduldet. Ihr mechanisches Leben war in Gefahr wenn diese weisen Menschen ihre Lehre den Menschen beibringen würde. All ihre Gesellschaften hatten Angst vor der Freiheit und Liebe.  Denn intelligente, feinfühlige, sanftmütige Menschen konnte man nicht Ausbeuten und Versklaven. Doch die Menschen liebten Sklaven zu sein.In Zeiten der Einsamkeit war es schwer jenseits der Menschen zu leben, meine Geliebte. Und doch war es viel schwieriger unter ihnen zu leben. Ich hörte das Lied der Stille. Sie aber machten Gebrüll um meine Ohren. Ihre Augen waren blind und ich wollte ihnen meine sehenden Augen geben, doch sie bevorzugten lieber blind durch die Welt zu gehen. Ihre Gesellschaft lehrte ihnen blind zu sein. Sie wollten einfach die Sprache der Liebe nicht annehmen und verstehen. Dumm und einfach lebte es sich besser. Nicht nachdenken und hinterfragen zu müssen, Einfach sich dem billigen Vergnügen der Welt hinzugeben, war ihre Erfüllung. Gute Sklaven sind immer blind. Alle die Mächtigen und Reichen Menschen ihrer Welt hatten Minderwertigkeitskomplexe. Deswegen wollten sie mächtig und reich sein. Sie hassten sich selbst, diese Götzendiener.

Es gab Zeiten, meine Schöne mit Augen süßer als Honig, da verließ ich ihre verfluchten Städte. Zu viel gift boten sie mir an. Meine Seele hätte vergiftet werden können. Ich lebte einige Zeit in Höhlen und blickte zu den Menschen vom Gipfel herab. Ich redete mit der Stille. Die Gespräche mit ihr waren wunderschön.

Bevor ich dich kannte O meine Geliebte, da war ich ein Narr. Es war dunkel in meiner Seele. So begann ich dich zu suchen. Am Tag, als ich dich das erste Mal sah, ging die Pforte zum Göttlichen auf. Deine Augen waren ein Abbild der schönsten Poesie. Durch diese Augen gelang ich zu höheren Sphären in der Seele. All der Konflikt und die Eifersucht in mir endeten. Denn, ein wahrer Liebender wird nicht vom Gefühl der Eifersucht heim gesucht. Er löst sich auf im Feuer der Zärtlichkeit. Jeglicher Krieg im Inneren des Menschen löst sich auf. Eine friedvolle Erde entsteht. Sterben aus Liebe zur Wahrheit war der schönste Tod meines Selbst. Die Masse der Menschen war nicht im Einklang mit dem göttlichen Geliebten, was zur Folge hatte, dass ihre Welt erkrankt war. Es war, als hätte sich die Masse in der Wüste verlaufen, wo es kein Wasser gab. Sie alle folgten der Fatamorgana welche sie sahen. Dies sollte aber ihr Ego sein, welches auch nur eine Fiktion und Illusion ist.

Die schönste Nahrung auf Erden war das Licht. Jesus sagt, „Der Mensch lebt nicht nur von Bort.“ Er muss hier von diesem Licht gesprochen haben. Dieses Licht durften nur die Seelen essen, die viel Leid und Kummer durch schritten auf dem Weg zur Geliebten. Es war kein Geburtsrecht. Meine Armut war mein Stolz. Die Reinheit der Seele. Nur die reinen im Herzen erreichten den Tempel der Liebe. Nur die Kinder im Geiste konnten die Unendlichkeit erlangten.

An vielen einsamen Nächten konnte ich dich spüren meine Geliebte. Ich versuchte Antworten auf gewisse Fragen zu bekommen. Die Sterne im Himmel waren meine besten Freunde. Ich verfasste Schriften und nur die Reinen sollen diese Bücher berühren. Hörst du Konigin der Nacht? Dies ist mein Vermächtnis. Du sollst es der Welt verkünden. Du bist meine Königin.

Ich habe viele Fragen, die ich bis heute nicht beantworten konnte. Warum richteten die Menschen ihre Aufmerksamkeit so sehr auf begrenzte, vergängliche Dinge? Wieso strebten sie nach Macht und Ruhm? Warum verleugnteten sie sich selbst? Weshalb gefiel es ihnen Sklaven der Reichen und Mächtigen zu sein? Wieso liebten die Menschen das Leben nicht? Fragen über Fragen die meinen Verstand belästigten. Ich fand viele Antworten im Leben der Propheten. Sie waren die Manifestation der göttlichen Einheit und stammen alle aus einer Quelle. In ihrem Brunnen konnte man das schönste Wasser trinken. Jedoch vergifteten die Imam, Priester und Rabbiner dieses Wasser. Ihre Gotteshäuser waren verflucht. Dort wurde nicht die Religion der Propheten ausgelebt. Sie benutzten und verfälschten die Religionen und erfanden einen neuen Gott. Den Gott des Geldes. Ich verfluchte ihren Gott und ihre Religion, deswegen konnten sie mir nicht verzeihen. Liebende Menschen waren in ihren Gotteshäusern unerwünscht. Wahre liebende Rebellen waren gefährlich für ihr Geschaäft. Ich war der Hahn der am Morgen krähte. Ich besaß den Schlüssel zum Tempel der Liebe.

Der größte Lehrer auf dem Weg zu dir meine Geliebte war die Liebe. Das schönste Buch lehrte mich dies. Ich verließ das Reich der Worte, denn in Worte kann man die Liebe nicht fassen und einschließen. Der Verstand ist nur ein Weizenkorn im Berge der Liebe. So laß ich es in einem anderen schönen Buch. Tränen aus Blut waren meine tägliche Nahrung. So gab ich meine Seele auf für die Geliebte. Der Weg der zu dir führen sollte, war ein Weg den nur wahnsinnige Liebende beschreiten konnten. So legte ich meinen Verstand und den Kittel der Furcht beiseite. Menschen die im Lande des Verstandes und der Logik wohnten, konnten den Weg der Liebe nicht gehen. Betrunken musste man vom Nektar  der Geliebten werden. So lebte ich unter den Menschen und doch war mein Herz stets bei dir, meine Liebe. Die Götzendiener drohten mir mit der Hölle. Ich sagte ihnen, dass mir das Antlitz der Geliebten reiche. Dafür war ich bereit im Feuer zu brennen.

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Ein Gedanke zu “Auf dem Weg zur Geliebten

  1. Deine Texte sind aus Frage sehr schön und lehrreich! Mir stellt sich die Persönliche Frage ob deine Texte denn der Spontanität und Weisheit, deiner selbst entspringen oder ob dir eine „Muse“ als Inspiration gilt?!?

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